Veggie Burger für Vegetarier

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Veggie Burger
Gesunde Ernährung rückt verstärkt in den Fokus. Vegetarische Varianten gibt es auch bei Burgern. Mehr im Artikel.

Immer beliebter: Veggie Burger

Veggie – also vegetarisch sollen die Burger heute immer häufiger sein. Schmecken sollen sie auch noch dazu. Gern auch wie Fleisch! Denn der Verzicht auf die tierischen Produkte hat nur selten etwas mit dem Nichtmögen von Fleisch zu tun, sondern wesentlich häufiger ethische, gesundheitliche oder andere Gründe. Hieraus hat sich ein echter Trend entwickelt. Mit der zunehmenden Nachfrage nach den fleischfreien Burgern ist schließlich auch das Angebot stetig weiter gewachsen. Veggie Burger gibt es mittlerweile in zahlreichen Varianten* – und diese müssen sich geschmacklich hinter den fleischhaltigen Burgern keinesfalls verstecken.

Wissenswertes rund um Veggie Burger

Wann genau und von wem der erste vegetarische Burger erfunden wurde, ist nur schwer sagen. Die ersten Bratlinge aus Gemüse wurden jedenfalls Anfang des 20. Jahrhunderts durch den Schweizer Arzt Max Bircher-Benner bekannt. Ob diese bereits mit weiteren Beilagen angereichert zwischen Brötchenhälften verzehrt wurden, kann an dieser Stelle jedoch nicht beantwortet werden. Sicher ist aber, dass Ende der 90er-Jahre die ersten vegetarischen Burger von Fastfood-Ketten angeboten wurden. Diese waren recht einfach gehalten und führten vor allem in der ersten Zeit eher ein Schattendasein.

Mit dem zunehmenden Wunsch nach gesünderer Ernährung und wachsenden ethischen Bedenken gegenüber der Massentierhaltung rückte vegetarisches Essen – und damit auch der Veggie Burger – in ein ganz neues Licht. Das Angebot an vegetarischen Gerichten wurde in der Folge von immer mehr gastronomischen Betrieben, aber auch den Discountern aufgegriffen. Es galt nun nicht mehr, nur eine kleine Gruppe an Vegetariern mit „durchzufüttern“. Vielmehr war ein ganz neuer Trend zu bedienen und mit ihm zugleich eine neue Kundengruppe zu erobern. „Veggie“ wurde auf einmal hip. Auch Frikadellen aus Gemüse oder Tofu tauchten immer häufiger auf, mit neuen, immer schmackhafteren Rezepturen. Während die ersten Bratlinge auf dem Markt zum Teil noch recht eigenwillig schmeckten, fast schon den Verzicht zelebrierten, hat der steigende Wunsch nach fleischfreien Alternativen zum Entwickeln überzeugender Ersatzprodukte geführt.

Häufig werden die vegetarischen Burger auch in Verbindung mit Zutaten aus dem biologischen Anbau angeboten. Dies knüpft wiederum an den Wunsch nach gesunder und nachhaltiger Ernährung der modernen Gesellschaft an. Grundsätzlich muss aber jeder für sich selbst entscheiden, ob sein Hauptkriterium an den vegetarischen Burger die Abwesenheit von Fleisch ist oder ob das Gemüse und alle weiteren Zutaten aus biologischem Anbau stammen sollen. So oder so ist nicht genau zu sagen, ob ein vegetarischer Burger tatsächlich gesünder als ein fleischhaltiger ist. Hierbei kommt es, wie bei nahezu allen Gerichten, auf die Qualität, die Menge und die Zubereitung der verwendeten Zutaten an.

Veggie Burger – was ist drin?

Ein vegetarischer Burger unterscheidet sich von seinem fleischhaltigen Gegenstück eigentlich nur durch das Verwenden einer vegetarischen Frikadelle. Ansonsten kann das Burgerbrötchen mit allem gefüllt werden, was sich auch im „klassischen“ Burger findet. Dazu gehören unter anderem natürlich Würzmittel wie Ketchup, Senf und Mayonnaise. Aber auch leckere Beilagen wie klassischerweise Tomate, Gurke, Zwiebeln und Salat sowie gegebenenfalls Käse gehören dazu. Darüber hinaus kann der Burger so ziemlich mit allem ergänzt werden, was der Kühlschrank hergibt: Jalapeños, Sauerkraut, Oliven, Ananas und alles, was einem sonst noch in den Sinn kommt, ist erlaubt. Gerade in Burgerrestaurants und -läden kommen bei kreativen Köchen immer neue Kreationen auf den Tisch.

Das Herzstück eines vegetarischen Burgers ist jedoch der Fleischersatz

Das Herzstück eines vegetarischen Burgers ist jedoch der Fleischersatz. Hierfür gibt es viele Möglichkeiten, die sich in ihrem Geschmack, ihrer Konsistenz, ihrer Zusammensetzung und auch der Form sehr deutlich unterscheiden. Eine Variante sind Bratlinge , die aus einer mit Käse vermischten Gemüsemasse bestehen und von einer Panierschicht umgeben sind. Gern verwendet werden hierfür Karotten, Mais, Brokkoli und Edamer. Sehr lecker sind auch aus Kichererbsen hergestellte Bratlinge, die mit einer passenden Sesamsoße perfekt abgerundet werden. Gern verwendet werden auch Getreidesorten wie Dinkel, die durch den Einsatz von Eiern eine feste Konsistenz erhalten.

Natürlich kann man bei einem Veggie Burger den Bratling auch durch eine andere vegetarische Komponente ersetzen. Sehr spannend ist es beispielsweise, Käsesorten zu verwenden, die beim Erwärmen ihre Form weitestgehend beibehalten. In Betracht kommen hier Halloumi oder Schafskäse. Dazu schmecken Rucola und Honig. Auch ein Kartoffelrösti kann einen Veggie-Burger zu einem echten Genuss machen und vor allem mit vielen Beilagen schmackhaft ergänzt werden. Ebenfalls eine schöne Idee ist es, Sellerie-Pattys oder angeröstete Auberginenscheiben zu verwenden.

Veggie-Burger – komplett selbst gemacht

Vegetarische Burger kannst Du ganz einfach selbst zu Hause zubereiten*. Dabei geht es natürlich vor allem um den Bratling. Eine gute Basis dafür bilden Kidneybohnen. Hier kannst Du entweder getrocknete oder auch die aus der Dose nehmen. Letztere sollten bei 180 °C im Ofen getrocknet werden, solange bis die Schale abzuplatzen beginnt. (Wenn Du die Bohnen direkt verwendest, wird die Burgermasse zu matschig.) Für die weitere Verarbeitung gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Lecker ist es auf jeden Fall, etwas Käse zu den Kidneybohnen zu geben. Dieser bringt beim Grillen wieder etwas Feuchtigkeit zurück. Bei der Sorte kannst Du frei wählen. Berücksichtige dabei unbedingt den Eigengeschmack des Käses! Bei den weiteren Zutaten gibt es verschiedene Möglichkeiten. Gute Kombinationen sind zum Beispiel Zwiebeln, Knoblauch und getrocknete Tomaten. Aber auch Karotten, Kartoffeln und Erbsen schmecken fantastisch zusammen.

Wer keine Bohnen mag, muss trotzdem nicht verzichten. Man kann beispielsweise auch Haferflocken mit Käse und Sonnenblumenkernen kombinieren. Oder Sojaschnitzel mit Ei, Zwiebeln und Paniermehl. Oder Grünkern mit Karotte, Ei, Käse und Knoblauch. Oder Kichererbsen mit Minze, Petersilie und Knoblauch … Du siehst, der Fantasie sind im Grunde keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die Masse gut zusammenhält (dafür sorgen die Eier oder der Käse) und die Garpunkte einigermaßen zusammenpassen (hierfür kannst Du gegebenenfalls einzelne Zutaten vorgaren). Sobald die gewünschte Burgermasse zusammengestellt ist, musst Du sie ordentlich vermischen und würzen. Salz, Pfeffer und Paprika passen hier immer, der Rest ist Dein eigenes Gusto.

Anschließend noch fix den Burger formen und schon kann`s mit dem Grillen losgehen. Dabei musst Du auf jeden Fall beachten, dass Veggie Burger im Gegensatz zu den fleischhaltigen Burgern keine starke Hitze, sondern vielmehr mittlere Temperaturen brauchen. Bei diesen können sie dann langsam durchziehen. Deshalb brauchen Veggie-Burger auch länger, bis sie fertig sind. Danach muss nur noch der Burger zusammengebaut werden. Hierbei kannst Du Dich beim Befüllen der Brötchenhälften ganz an Deinem persönlichen Geschmack orientieren.