Gesundheit bei Burgern und Fast Food

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Gesundheit Burger
Burger können Obst nicht ersetzen. Das sollen Sie auch nicht. © Tijana / fotolia.com

Burger zählen ohne jeden Zweifel zum Fast Food. Wir möchten dich mit diesem Artikel auf die gesundheitlichen Aspekte bei der Einnnahme von Burgern und Fast Food im Allgemeinen hinweisen.

Über die Gesundheit von Burgern und Fast Food

Ein saftiger Fleisch-Patty, ein fluffig-weiches Brötchen mit perfekter Oberfläche, würzig-rauchige Burgersauce, zartschmelzender Käse und perfekt auf Fleisch und Sauce abgestimmtes Gemüse… so muss ein Burger sein! Da es das eine Burgerrezept schlichtweg nicht gibt, jeder andere Burgerbrötchen gut findet und allein die Auswahl an Burgersaucen ganz schön überfordern kann, haben sich Burger in den letzten Jahren zum Kult entwickelt. Was früher noch labbriges Fast Food war, kann heute sogar halbwegs gesund sein – doch ob veggietauglich oder nicht, eines muss der Burger des 21. Jahrhunderts sein. Und zwar qualitativ unanfechtbar und geschmacklich interessant! Doch wie steht es eigentlich um den gesundheitlichen Wert von heutigem Fast Food wie dem Burger?

Vom labbrigen Fast Food zum Gourmetgericht: der „neue“ Burger

Früher war ein Burger nichts als Fast Food. Der Vorteil: er war schnell zubereitet. Die wichtigsten Zutaten waren auf Vorrat da, die Imbissbude brauchte den Burger nur noch zusammenzubauen. Selbst Patties lassen sich tiefkühlen und nach Bedarf auf den Grill werfen*. Das ergab allerdings nicht nur geschmacklich langweilige, sondern auch herrlich ungesunde Burger. Da es sich um ein Imbissgericht handelte, machte sich noch niemand Gedanken über Variationen, Zutatenkombinationen, geschweige denn über das richtige Burgerbrötchen oder abwechslungsreiche Burgersaußen. Aus dieser Zeit stammen die typischen Fast Food-Burger: der Hamburger, der Cheeseburger oder auch Varianten mit Fisch. Doch vor einigen Jahren schwappte aus den USA das Bewusstsein nach Deutschland, dass ein Burger gar nicht immer langweilig sein muss. Einige Burgerläden in den USA achteten schon immer auf Qualität und variierten die Zutaten so, wie es jedes andere Restaurant tun würde, das etwas auf sich hält. Ein Kult, der auch in Deutschland mittlerweile gut ankommt – so gut, dass fast niemand mehr den Imbissburger eines Blickes würdigt.

Qualität definiert den neuen Burger

Selbst heute noch eröffnen laufend neue Burgerrestaurants. Es sind keine Imbissbuden mehr mit dem gleichen Programm wie die Bude nebenan. Es sind echte Restaurants, die meist eigene Burgerkreationen anbieten, die es in dieser Form sonst nirgendwo anders gibt. Sie machen sich Gedanken über die Herkunft des Fleischs, die richtigen Burgerbrötchen, ihre verschiedenen Burgersaucen sind nicht selten ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis. Der Wunsch nach Qualität und kulinarisch neuen Wegen auf dem Burger harmoniert auch gut mit Bio und Nachhaltigkeit: viele der neueren Burgerrestaurants beziehen ihre Lebensmittel von regionalen Bio-Bauernhöfen und können die Frage nach der Herkunft des Fleischs sehr genau beantworten. Während ein Burger früher aus Gurke, Fleisch, Zwiebeln, Käse und Ketchup bestand, ist das heute eher das Basic-Produkt auf der Speisekarte – für Puristen. Burgerkreationen mit seltenen Käsesorten, ausgetüftelten Burgersaucen, Trendgemüse, verschiedenen Obstsorten und anderen wilden Zutaten, auf die man selbst nicht gekommen wäre, machen das Bild aus. Dieser Einfallsreichtum macht zusammen mit dem hohen qualitativen Anspruch an einen modernen Burger den Unterschied aus: heute kann sich ein Burger mit einem Gourmetgericht messen und wird auch nicht selten von Starköchen neu interpretiert.

Fast Food: ungesunde Ernährung?

Fast Food muss schnell verkaufsbereit sein, Kunden warten nicht lange auf ihr Essen. Das schließt ein, dass es anders zubereitet wird als gesündere Alternativen oder Selbstgekochtes: das geschieht oft ohne Rücksicht auf gesundheitliche Einbußen. Zum Fast Food gehören Zubereitungsmethoden wie das Frittieren, da Fett schnell heiß wird und Frittiertes damit schneller über die Ladentheke wandern kann. Allerdings saugt sich gerade dabei das Essen mit Fett voll, zu allem Überfluss auch mit ungesunden Omega-6-Fettsäuren. Ein Wechsel des Frittierfetts ändert daran wenig. Ebenfalls ungesund können die in Imbissbuden verwendeten Saucen sein: oft enthalten sie zu Konservierungszwecken sehr viel Zucker und sind damit kalorienhaltig. Zuletzt ist auch das Gemüse nur ein kleiner Teil des Gerichts und wurde wahrscheinlich schon eine Weile gelagert, bis es auf dem Burger endet. Damit hat es einen Teil seiner Vitamine und Mineralstoffe schon verloren und kann das Fast Food auch nicht mehr aufwerten. Mittlerweile bieten einige Restaurants „gesundes“ Fast Food an: allerdings handelt es sich dabei kaum noch um das klassische Imbiss-Fast Food, da sie ihre Gerichte ganz anders zubereiten.

Sind Burger ungesund? Und wenn ja: welche besonders?

Burger gehören zum Fast Food und werden einen Salat leider niemals ersetzen können. Doch es gibt gute und weniger gute Burger. Der Vorteil der moderner interpretierten Burger besteht darin, dass oft jede einzelne Zutat nachvollzogen werden kann. Das gilt insbesondere auch für die Burgersaucen, die das größte Problem darstellen. Ist wenig Zucker enthalten und sind sie auch ansonsten eher natürlich als künstlich, braucht man danach kein schlechtes Gewissen zu haben. Zudem achten Burgerrestaurants heutzutage auf frisches Gemüse, das schonend zubereitet wurde. Wirkt es auf dem Burger knackig, frisch und nicht labbrig, liefert es dem Körper immerhin noch einige wichtige Nährstoffe. Auch die verwendeten Burgerbrötchen enthalten meist weniger Zusätze, wenn es sich nicht mehr um industriell hergestellte Standard-Brötchen, sondern vielleicht sogar um eine Eigenkreation des Burgerrestaurants handelt. Die meisten modernen Restaurants beantworten solche Fragen jedoch gerne. Es gilt also, auf die einzelnen Zutaten des Burgers zu achten: sie entscheiden über Gesundheit oder Ungesundheit und machen den einen Burger unbedenklicher als den anderen.

Burger sind ein Genussmittel

Ein Burger kann also mal gesünder und mal weniger gesund ausfallen. Doch was bedeutet das nun für die Ernährungsgewohnheiten? Lecker sind Burger, keine Frage: aber wie oft darf man sie sich gönnen oder gehören sie schlichtweg nicht auf einen gesunden Speiseplan? Am besten werden sie als das verstanden, was sie sind: ein Hochgenuss. Es macht dem Körper recht wenig aus, gelegentlich Fast Food zu bekommen, wenn es nicht zum Hauptbestandteil der Ernährung wird. Genauso ist es mit einem saftigen Burger. In der Mittagspause wollen alle das neue Burgerrestaurant um die Ecke ausprobieren? Dann nichts wie hin! Hauptsache, der Burger wird nicht auch noch an jedem weiteren Tag in der Woche verputzt. Wenn die Ernährung ansonsten ausgewogen ist, verträgt der Körper einen Burger zwischendurch. Es darf dann sogar die etwas zuckerhaltigere Burgersauce sein, die man unbedingt einmal ausprobieren will, und gegen den größeren Pattie auf der Speisekarte spricht auch nichts. Außerdem lässt sich im Burgerrestaurant oft am Menü noch etwas verändern: beispielsweise können die dazu angebotenen Pommes durch einen frischen Salat ersetzt werden, der der Mahlzeit weitere gesündere Bestandteile hinzufügt und sicherlich mehr Nährstoffe als Pommes ist.

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