Die richtige Grill-Technik für Burger

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Grill-Technik bei Burgern
Die Grill-Technik ist entscheidend bei der Zubereitung des Burgers.

Grill-Technik oder einfach drauf los?

Burger selber machen ist mehr als nur einen Burger-Patty aus Rinderhack zu grillen, zwischen zwei Brötchen Hälften zulegen und das ganze mit gewöhnlichen Zutaten zu garnieren. Es hört sich vielleicht kitschig an, aber die besten Burger gelingen mit viel Liebe zum Detail. Der Burger-Patty ist, ob er nun aus Rinderhack, mageren Geflügel oder sogar Schweinefleisch besteht DER Hauptbestandteil eines Burgers.
Es liegt also auf der Hand, dass man für einen richtig guten Geschmack bereits bei der Zubereitung und beim Grillen alles richtig machen muss. Doch worauf kommt es beim Burger grillen an? Wir zeigen dir in diesem Guide, welche Grill-Technik du anwenden solltest.

Wie soll das Burgerfleisch nach dem Grillen aussehen?

Um zu wissen, worauf man beim Grillen achten sollte, stellen wir uns als erstes vor, wie das fertige Endprodukt, also unser Burger, am besten sein sollte: Das Fleisch sollte sehr saftig und innen weich sein. Von außen ist es hingegen knusprig und besitzt eine schöne braune Farbe.Wir möchten schon jetzt darauf hinweisen, dass eine Zubereitung des Burger-Patty in der Pfanne dieses Ergebnis in den seltensten Fällen liefert. In der Pfanne wird dem Patty zuviel Saft entzogen und die Vorteile eines Grills mit Grilldeckel* können aufgrund der Eigenschaften einer Pfanne nicht erreicht werden. Außerdem brät man Fleisch in einer Pfanne, wir wollen es aber grillen!

Das Burger Fleisch vorbereiten

Grill-Technik bei Burger Pattys
Mit einer Hamburgerpresse gleichmäßig geformt. Zusätzlicher Tipp: Eine 2 cm Mulde in die Mitte drücken.

Gehen wir für unsere Grill-Technik zunächst vom üblicherweise verwendeten Fleischanteil aus: Rinderhack. In unserem Rindfleisch-Guide zeigen wir dir, worauf du schon bei der Auswahl und beim Kauf des Fleisches achten solltest. Das Rindfleisch muss nämlich gewisse Eigenschaften erfüllen (Stichwort Fettanteil), um überhaupt so richtig saftig werden zu können. Bitte lies dir unseren Guide vor dem Kauf durch, damit du nach dem Grillen nicht enttäuscht bist, dass das Fleisch nicht so geworden ist, wie es werden soll.

Die Vorbereitung:

  1. Das Rinderhack würzen und zu gleichmäßigen Burger-Pattys mit Hilfe einer Hamburgerpresse formen*.
  2. Die Pattys sollten eine Dicke von ca. 2 cm haben
  3. Mit einem Teelöffel vorsichtig eine ca. 2 cm große Mulde in die Mitte des Pattys drücken.

Warum sollte ich eine Mulde in die Burger-Pattys drücken?

Hackfleisch hat die Eigenschaft, dass es beim Garen (Grillen mit verschlossenem Grilldeckel – dazu gleich mehr) schrumpft und sich dadurch die Mitte des Pattys nach oben wölben würde. Das Fleisch sieht dann nach dem Grillen mehr wie eine Bulette, als ein schöner flacher und saftiger Burger-Patty aus. Die Mulde in der Mitte bewirkt nun, dass sich das Fleisch beim Garen geschickt nach oben wölbt, aber jetzt zu einer schönen und gleichmäßigen Fläche.

Nicht Zuviel Druck auf das Fleisch

Bitte achte aber unbedingt darauf, dass du nicht zuviel Druck auf das Fleisch ausübst. Zuviel Druck hat zur Folge, dass der Fleischsaft aus dem Patty gedrückt wird und der Burger viel Saft verliert. Weniger Fleischsaft bedeutet, dass unser Burger am Ende trocken und nicht so fest wird. Und da wollen wir mit unserer Grill-Technik nicht hin. Wenn du keinen Teelöffel zur Hand hast, reicht es auch diese Mulde mit einem Finger einzudrücken. Bitte aber vorher die Hände waschen, was du sowieso bei jeder Zubereitung von Lebensmitteln für dich und deine Gäste tun solltest. Großflächige Küchengeräte wie Pfannenwender oder ähnlichem entfallen, da auch hier zuviel Druck auf den Patty ausgeübt wird.

Wie das Fleisch richtig gegrillt wird und 5 Gründe warum du einen Grill mit Grilldeckel verwenden solltest

Weiter oben haben wir bereits gesagt, dass das fertige Fleisch außen knusprig und braun und innen weich sein sollte. Dazu sollten die gleichmäßigen und ca. 2 cm dicken Rinderhackfleisch-Pattys bei einer Temperatur zwischen 200 und 260 °C bei geschlossenem Grilldeckel gegrillt werden. Ein Grill, welcher sich durch einen Deckel verschließen lässt hat mehrere Vorteile:

  1. Der Deckel reflektiert die Hitze von unten auf die Oberseite des Fleisches.
  2. Das bewirkt, dass der Patty von beiden Seiten gleichmäßig gegart wird.
  3. Dies verringert die Gesamtgrillzeit deutlich.
  4. Das Grillrost bleibt heißer, wodurch das Fleisch besser gebräunt wird.
  5. Ein Großteil der Flammenbildung wird durch den Deckel verhindert.

So einen Grill den du für deine Zwecke benötigst, findest du zum Beispiel mit dem Gasgrill von Profi Cook* oder dem Triton 2.0 von Landmann*. Wenn du mit deinem Grill den Endgegner-Modus starten willst, ist der Spirit E-310 Classic der Firma Weber* sicherlich eine gute Wahl. Für eine Kaufentscheidung empfehlen wir dir unsere Produkt-Reviews, wo du auch Holzkohlegrills findest.

Das Fleisch ist auf dem vorgeheizten Grill. Was ist genau jetzt wichtig?

Falsche Grill-Technik
So sollte es nicht sein: Das Drücken führt zum Verlust von Fleischsaft, der Burger wird trocken und nicht saftig.

Der wichtigste Tipp zuerst: Die Burger-Pattys für min. 4 Minuten in Ruhe lassen! Bitte genau jetzt nicht auf dem Fleisch mit dem Grillwender rumdrücken (denk an den Fleischsaft) oder anfangen die Pattys zu wenden. Es reicht vollkommen den Patty während der gesamten Grillzeit maximal ein- bis zweimal zu wenden.

Warum ist das so wichtig? Nun, der Burger-Patty ist zu Beginn noch roh und kalt. Diese Eigenschaften haben einen ganz entschiedenen Nachteil: rohes und kaltes Hackfleisch klebt zunächst auf dem Grill fest. Kommt man nun auf die Idee das Fleisch zu früh zu wenden, muss der angeklebte Patty mit Kraft vom Grillrost gelöst werden. Das führt dazu, dass Fleisch auf dem Rost bleibt. Wir wollen das hochwertig eingekaufte Rindfleisch aber seinem Bestimmungsort zuführen und das ist unser Burger und letztlich unser Magen. Nebenbei erschwert es uns im Anschluss an das leckere Burger grillen auch noch die Reinigung des Grills und dies gilt es alleine schon deshalb zu vermeiden, weil Burger selber machen Spaß machen soll!

Nach dem Grillen ist Vor dem Grillen!

Nach 4 Minuten auf dem Grill bildet sich auf der Oberfläche des Fleisches eine Kruste. Jetzt lässt sich das Fleisch ohne Probleme wenden und es bleiben keine Reste auf dem Rost zurück. Es versteht sich von selbst, dass der Grill und besonders das Grillrost gründlich gereinigt wurden. Dies ist nicht nur hygienischer und sieht auch appetitlicher aus, sondern verhindert, dass der Patty an „Altresten“ haften bleibt. Sonst bringen die anfänglichen 4 Minuten Wartezeit wenig bis gar nichts. Also unbedingt reinigen! Nach dem Grillen ist vor dem Grillen, um noch was für das Phrasenschwein zu tun.

Wie lange sollte der Burger-Patty mit dieser Grill-Technik gegrillt werden?

Diese Tabelle zeigt dir die empfohlenen Grillzeiten für unsere Burger-Pattys mit ca. 2 cm Dicke.

Empfohlene Grillzeiten für Burger

FleischFleischdickeEmpfohlene Grillzeit
Rinderhackca. 2 cmca. 8 - 10 Minuten bei direkter mittlerer bis starker Hitze
Hähnchenhackca. 2 cmca. 10 - 12 Minuten bei direkter mittlerer bis starker Hitze
Putenhackca. 2 cmca. 10 - 12 Minuten bei direkter mittlerer Hitze
Schweinehackca. 2 cmca. 8 - 10 Minuten bei direkter mittlerer Hitze
Lammhackca. 2 cmca. 8 - 10 Minuten bei direkter mittlerer bis starker Hitze

Die empfohlenen Grillzeiten ändern sich bei dünneren (z. B. ca 1 cm) oder etwas dickeren Pattys (ca. 2,5 cm) um jeweils 2 Minuten nach unten oder oben.

Fazit und noch mehr Tipps für den perfekten Burger

Burger selber machen bringt jede Menge Spaß. Mit der richtigen Grill-Technik, einem guten Grill, hochwertigem Fleisch und passendem Zubehör hast du das alles was du benötigst, um deine Burger selber machen zu können. Sollte es nicht sofort beim ersten Mal mit einem leckerem und saftigen Burger klappen, dann probier es erneut. Mit der Zeit und ein wenig Übung gelingen dir die besten Burger in der Nachbarschaft und du und deine Freunde werden davon an vielen schönen Grilltagen im Sommer mit Freude daran zehren.

Schau dich auf unserer Seite noch ein wenig um. Neben Produkt-Reviews und Empfehlungen zu den verschiedenen Fleischsorten, erfährst du unterem mehr über die Geschichte des Burger, findest leckere Rezepte und weißt welche Zutaten du für deinen Burger auswählen solltest.

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