Die perfekte Tomate für deinen Burger

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Welche Tomate für deinen Burger
Brandywine, Ochsenherztomate oder schwarze Ananastomate? Welche ist die beste für deinen Burger?

DIE PERFEKTE TOMATE FÜR DEINEN BURGER

Was wäre ein Burger ohne Tomate? Ganz einfach: kein richtiger Burger. Gibt es für diverse internationale Speisen eine unzählige Sortenvielfalt, aus der man wählen kann, sieht die Sache bei Burgern ein wenig anders aus. Wenngleich man sich natürlich immer am hauseigenen Tomatenvorrat bedienen kann und das nimmt, was eben da ist, macht es mitunter doch Sinn, bereits beim Einkauf darauf Rücksicht zu nehmen, dass heute Burger auf dem Speiseplan stehen.

Prinzipiell eigenen sich feste Fleischtomaten immer am besten für Burger. Man kann sie in dicke Scheiben schneiden und sie passen größentechnisch gut ins Gesamtgefüge. Durch die lange Reifezeit am Strauch hatten sie Gelegenheit, viel Sonne zu tanken und so überaus aromatisch zu werden.

Natürlich gibt es bei Fleischtomaten eine große Auswahl, die nicht immer in jedem Supermarkt vorrätig ist. Wer jedoch einen gut ausgestatteten Gemüsehändler in der Nähe hat, wird bei ihm bestimmt die eine oder andere Sorte finden, die sich gut eigent. Wer über den notwendigen Platz verfügt, kann sich natürlich auch darin versuchen, selbst Fleischtomaten zu ziehen. Sie sind relativ einfach zu versorgen und die Sträucher brauchen, bedingt durch das große Gewicht der einzelnen Früchte, lediglich etwas, woran sie sich festhalten können, idealerweise einen Holzstab. Dann nur mehr regelmäßig wässern und dafür sorgen, dass sie so viel Sonne wie möglich abbekommen.

Wer sich jetzt fragt, ob es denn wirklich so viel Unterschied macht, ob und welche Art von Tomate in einem Burger verwendet werden, dem sei gesagt: na aber und ob!

Geschmacklich gibt es nämlich auch einige feine Unterschiede. Bei den folgenden 3 Sorten handelt es sich um überaus schmackhafte Fleischtomatensorten, die einen durchschnittlichen Burger zu etwas ganz Außergewöhnlichem machen.

Die Brandywine Tomate gehört zu den roten Fleischtomaten, ihre Früchte bringen 150g bis 500g auf die Waage. Sie hat ein leuchtend rotes, festes Fleisch und ist, vor allem in den Vereinigten Staaten eine der am häufigsten verwendeten Burger-Tomaten. Es gibt sie auch in weiteren Farben, zum Beispiel pink, orange oder gelb, die jedoch geschmackstechnisch nicht besonders weit auseinander liegen. Die Brandywine ist saftig und hat festes Fruchtfleisch, das auch bei Hitzeeinwirkung nicht sofort auseinander fällt. Das macht diese Tomate zum perfekten Partner jedes Burgers.

Die Coeur de Boeuf ist eine Originalochsenherz-Tomate, die Früchte variieren von 100g bis 350g. Ursprünglich aus Frankreich stammend ist diese Tomate ein wahrer Champion, was den Ertrag anbelangt. Wer sich also ein wenig Mühe beim Pflanzen gibt, kann mit einer mitunter überaus erfolgreichen Ernte rechnen. Die Frucht eignet sich nicht nur für Salate und Tomatensaucen, eine Scheibe dieser Geschmacksbombe verwandelt jeden Burger in ein kulinarisches Meisterwerk.

Die Schwarze Ananastomate, mit Früchten von 200g bis 650g, mag im ersten Moment etwas Ungewöhnlich aussehen, geschmacklich ist sie jedoch allererste Sahne. Das zartschmelzende Fruchtfleisch ist saftig, süß und verfügt über wenig Kerne. Wer dazu neigt, etwas ausgefallene Burger zuzubereiten, kann ruhigen Gewissens zu dieser Tomate greifen. Es ist eben nicht immer alles rot, was schmeckt.

Weder zu dünn, noch zu dick, sollte die ideale Stärke einer Tomatenscheibe in etwa1cm bis 1,5cm betragen. Bedingt durch die runde Form der Frucht, bietet es sich hier an, die Scheiben mit einem Messer zu schneiden, das über eine Wellenschliff-Klinge verfügt*. So können gerade, einheitliche Scheiben abgeschnitten werden.

Mariniert oder sonstwie behandelt werden muss die Tomatenscheibe nicht, sie verfügt über genug Aroma. Der darin enthaltene Saft sorgt dafür, dass der Bissen nicht zu sehr am Gaumen klebt, wenn der Burger mal etwas zu trocken ausgefallen ist.

Man sollte darauf achten, die Scheiben nicht zu lange vor dem eigentlichen Einsatz zu schneiden, da sie dann schnell weich und labbrig werden. Am besten kurz vor dem Anrichten des Burgers schneiden und dann auch gleich verwenden.

An welcher Stelle genau die Tomatenscheibe zum Einsatz kommt, darüber scheiden sich die Geister. Manche legen sie, mit dem Rest der Garnitur, unter das Fleisch, andere ganz zuletzt oben drauf. Wieder andere legen die Tomatenscheibe auf das Fleisch, eine Scheibe Käse darüber und lassen diesen dann noch kurz im Backrohr oder auf dem Griller* schmelzen. Wie immer gilt: jeder wie er mag.

Die Tomate bei Burgern wegzulassen geht also mal gar nicht. Sie ist ein wichtiger Bestandteil und trägt, nicht zuletzt wegen ihrer Sortenvielfalt, wesentlich zum Gesamt-Geschmack bei. Allen Tomaten ist jedoch eines gemein: erst in Verbindung mit Fleisch, Käse, Gurken und Zwiebeln ergeben sie ein stimmiges Ganzes, das Burger für uns zu etwas so Außergewöhnlichem macht.