Burger grillen mit direkter und indirekter Hitze

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Burger grillen
Mit direkter und indirekter Hitze Burger grillen hat deutliche Vorteile.

Damit du die besten Burger selber machen kannst musst du wissen, worauf man beim Burger grillen achten sollte. Mit einer cleveren Nutzung der unterschiedlichen Hitzeeinwirkungen am Grill kannst du die einzelnen Burger Bestandteile ideal und mit viel Liebe zum Detail zubereiten. Wir möchten dir mit diesem Beitrag zeigen, wie du deinen Gas- oder Holzkohlegrill dafür richtig vorbereitest. Mit unserem Ratgeber zur richtigen Grill-Technik zeigen wir dir außerdem in einem anderen Artikel, wie du die Burger-Pattys richtig grillst.

Was sind direkte und indirekte Hitze und wozu dienen sie?

Bei einem Gas- oder Holzkohlegrill kann man die entstehende Hitze in zwei Kategorien einteilen: direkte und indirekte Hitze. Direkte Hitze entsteht bei einem Holzkohlegrill unmittelbar über der Holzkohle bzw. den Briketts. Der Bereich des Grillrostes, welcher also über der Wärmequelle liegt, ist damit der heißeste Grillzone entlang des Grillrostes.

Deine Burger-Pattys bestehen aus Fleisch und sollten idealerweise innen zart und von außen schön braun und knusprig sein. Damit du also deine Burger grillen kannst, benötigst du die direkte Hitze des Grills. Aber auch kleineres Grillgut wie zum Beispiel geschnittene Tomaten, Zwiebeln oder anderes Gemüse lassen sich mit der direkten Hitze sehr schön grillen.

Welchen Vorteil hat die direkte Hitze für das Grill gut?

Die direkte Hitze führt dazu, dass sich auf der Oberfläche des Grillguts eine leckere Kruste bildet, wohingegen das Innere durchgart. Warum ist das so? Das Äußere des Grillguts wird durch die direkte Hitze angebraten. Seine Zuckeranteile haben den Effekt, dass die Oberfläche karamellisiert und ein wunderbares Aroma entsteht, während das Innere des Grillguts schön zart bleibt. Und genau so solltest du deinen Burger grillen, da so ein deutlich besserer Geschmack entsteht.

Wann sollte ich mit indirekter Hitze meine Burger grillen?

Burger grillen mit indirekter Hitze bietet sich in erster Linie zum Warmhalten der Burger-Pattys und Burger-Buns an. Indirekte Hitze entsteht auf dem Grill in dem Bereich der nicht direkt über der Wärmequelle, wie zum Beispiel den Brennern des Gasgrills oder der Kohle des Holzkohlegrills, entsteht. Die Hitzeeinwirkung ist in dieser Grillzone im Gegensatz zur direkten also geringer. Die Burger-Pattys haben in diesem Bereich die Möglichkeit vor dem Servieren noch schön warm zu bleiben. Das bietet sich immer dann an, wenn man Burger für mehrere Gäste gleichzeitig grillen möchte. So kann man verhindern, dass der eine Teil mit seinem Burger schon fertig ist, bevor der andere noch auf den Grillmeister wartet. Alleine schon deshalb, weil der gemeinsame Genuss von wirklich leckeren und selbst gemachten Burgern am besten zusammen erlebt werden sollte, bietet es sich an seinen Grill für die Verwendung der indirekten Hitze vorzubereiten.

Die richtige Vorbereitung des Gasgrill für direkte und indirekte Hitze

Ein richtig guter Gasgrill kann zum Beispiel zwei, drei oder mehr Gasbrenner haben. Die Brenner haben jeweils ein Ventil, welches sich im Hand umdrehen öffnen oder schließen lässt. Bei einem geöffneten Ventil strömt das Gas in die Leitungen und kann entzündet werden. So lassen sich auf dem Grill innerhalb von kürzester Zeit Grillzonen mit direkter und indirekter Hitze einrichten. Die gewünschte Temperatur lässt sich bei diesen Geräten ebenfalls für die jeweilige Zone einstellen. Dies ist ein deutlicher Vorteil eines Gasgrills, gegenüber eines Holzkohlegrills.

Möchtest du deinen Gasgrill also für unterschiedliche Hitzezonen einrichten, genügt es diese bequem mittels der Gasbrenner festzulegen. Auch während des Grillvorgangs, kannst du bei Geräten mit mehreren Brennern noch zusätzliche Zonen direkter Hitze zuschalten oder Bereiche mit indirekter Hitze schaffen. Bitte beachten: Die Gebrauchsanleitung deines Grills solltest du für sorgfältig lesen. Diese sollte dir zeigen, wie du deinen Gasgrill in Betrieb nimmst und was du im Umgang mit Gas und Feuer beachten solltest.

Direkte und indirekte Hitze am Holzkohlegrill einrichten

Hat man selbst keinen Gasgrill, sonder favorisiert die Verwendung eines guten Holzkohlegrills, dann ist es wichtig zu wissen wie man auch dort relativ einfach unterschiedliche Bereiche festlegen kann. Und so gehst du dabei vor:

  1. Der Holzkohlegrill sollte zu diesem Zeitpunkt noch leer sein.
  2. Nimm dir einen Anzündkamin (wie zum Beispiel dem Weber 7416).
  3. Fülle den Anzündkamin mit der benötigten Menge Briketts/Holzkohle.
  4. Jetzt die Kohle/Brikettes anzünden und brennen lassen bis deren Ränder glühen!
  5. Danach die Stücke jeweils auf einer Hälfte des Grills verteilen.
  6. Die andere Hälfte bleibt ohne Kohle/Briketts.
  7. Jetzt Grillrost einsetzen, Grilldeckel schließen, Lüftungen öffnen und warten bis zur gewünschten Temperatur.

Durch diese Methode hast du dir gleich zu Beginn indirekte und direkte Hitze geschaffen. Der Nachteil des Holzkohlegrills ist es, dass du die beiden Zonen während des Grillens nur schwer wieder ändern oder einrichten kannst. Hier ist außerdem besondere Vorsicht geboten, da die mittlerweile glühenden Briketts sehr heiß sind.

Unser Fazit für dich

Die Vorteile von direkter und indirekter Hitze helfen dir beim Burger grillen deutlich. Mache dir ihre jeweiligen Vorteile zum Nutzen. Wir empfehlen dir die Verwendung eines Gasgrills aufgrund der jeweiligen Gasbrenner, mit denen sich wunderbar einzelne Hitzezonen auf dem Grill einrichten lassen. Aber auch mit einer sicheren und gezielten Beherrschung des Holzkohlegrills kannst du super Ergebnisse beim Burger grillen erzielen. Bitte beachte bei jeder Anwendung der von dir verwendeten Grillprodukte unbedingt deren herstellerseitige Sicherheits- und Gebrauchshinweise, damit keine Unfälle passieren. Hast du erstmal raus, wie du mit direkter und indirekter Hitze arbeitest, gelingen dir die besten Burger selbst!